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Zusammenfassung

Mit einzigartiger Fabulierkunst sowie präziser Menschen- und Naturbeobachtung schildert dieser Roman heidnische Lebenslust, christliche Scheinheiligkeit, Bosheit, Gier, Humor, absurde Alltagsszenen, Todessturz ins Auge eines Apollofalters, Gesänge einer Bergnymphe, die geheimnisvolle Macht der Mundharmonika, das Zusammenspiel von Weisheit und Poesie und den Machtkampf zwischen zwei schwarzen Eringer Ringköniginnen. So entsteht ein fantastischer Reigen voller überraschender Tanzfiguren, deren Ursprünge in der mediterranen Antike liegen.

Der Roman berichtet von einer traditionellen ländlichen Gesellschaft, deren harmonisch wirkende Oberfläche die tiefen Bruchlinien einer Binnenstruktur verdeckt, in der Glaube und Aberglaube, Weisheit und Engstirnigkeit dauernd für tektonische Verwerfungen und Vulkanausbrüche sorgen. Die Kultur dieser Gesellschaft wurde im Verlaufe der Jahrtausende durch die Immigration ligurischer, keltischer, römischer, fränkischer, burgundischer, sarazenischer und alemannischer Volksgruppen geprägt.

Schauplatz der geschilderten Ereignisse ist eine majestätische Gebirgswelt, deren Gipfel mit Eiskappen und weißen Firnen bedeckt sind und deren Felswände oft aussehen wie Waldsägen, deren unregelmäßigen Zacken dem Himmel den Bauch aufreißen.

Ein Glossar erklärt die linguistische Herkunft und Bedeutung von Lehnwörtern im Oberwalliser Dialekt, die bis heute in der Umgangssprache erhalten sind.

 

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• Textprobe: Sidonie will den Keimling loswerden

Audio
• Lesung durch Dani MANGISCH
• Gottlieb GUNTERN: Walliser Geschichte / Identität (im Oberwalliser Dialekt)
• Gottlieb GUNTERN: Schnurrgeige / Walliser Balladen 1 (im Oberwalliser Dialekt)

SCHNURRGEIGE

Gottlieb GUNTERN
novum, 2009

ISBN: 9-783850-228237
13,5 x 21,5 cm
290 Seiten

vergriffen